Die Geschichte

Das 50 km lange Tal zwischen dem Appenzeller-und dem Zürcherland hat seit dem frühen Mittelalter bis zur Gründung des Kantons St. Gallen eine vielfältige Geschichte. Sie reicht von den Höhlenbärenjägern im Wildenmannlisloch am Selun vor rund 40'000 Jahren bis zur französischen Besetzung und der Organisation des jungen Kantons St. Gallen im Jahre 1803. Sie wird geprägt von den Grafen von Toggenburg zwischen 1200 und 1436, von 1468 bis 1798 durch die Untertanen der Fürstabtei St.Gallen.

 

Mittelpunkt der Wirtschaftsgeschichte bildet die textile Entwicklung zur Buntweberei mit ihrem Höhepunkt um 1850. Der Weg dahin führt seit der Mitte des 18. Jahrhunderts von einfacher Baumwollverarbeitung auf Spinnböcken und primitiven Webstühlen in Webkellern über mechanische Spinnereien und Färbereien.

 

Hunger und Katastrophen, der Bau von Eisenbahnen und die Entdeckung und Erschliessung des oberen und mittleren Tales für Sommer- und Wintertourismus sind weitere Themen. Eine stattliche Sammlung von über 50 Kabinettscheiben beweist, dass im Toggenburg die Sitte des bürgerlichen Scheibenstiftens kräftig und lange geblüht hat.

 

Die Namen des Mathematikers Jost Bürgi, des Reformators Ulrich Zwingli und des Garnhändlers und Schriftstellers Ulrich Bräker haben weltweit Bedeutung.